


Roda de Capoeira
Capoeira ist ein Kampftanz, den afrobrasilianische Sklaven in ihrem Widerstand
entwickelten. Akrobatik vermischt sich in Angriff und Verteidigung mit
tänzerischen und spielerischen Elementen. Das Spiel folgt dem Rhythmus von
traditioneller Live - Musik der Capoeiristas (Capoeira - Spieler) und wird
paarweise ausgetragen.
Capoeira war jahrhunderte lang verboten. Trotzdem gründete der
legendäre Mestre Bimba in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in
Salvador/Bahia die erste Capoeira-Schule. Erst Jahre später wurde der
Kampftanz offiziell erlaubt. Dennoch wurde er auch danach für Jahrzehnte
beinahe ausschließlich von der armen, schwarzen Unterschicht
ausgeübt. Heute jedoch gilt Capoeira als Nationalsport und ist eines der
großen kulturellen Erbe Brasiliens.
Roda de Capoeira
Capoeira ist seit Mitte der 80er Jahre auch außerhalb der Grenzen
Brasiliens immer populärer geworden. Die Vermischung von Kampfsport, Tanz,
Akrobatik und Musik ermöglicht uns den Zugang zu einer Kultur, die mit dem
Instrument Körper ihren Ausdruck findet.
Grundsätzlich wird zwischen der eher spielerischen und am Boden
ausgetragenen Capoeira Angola und der dynamischeren Capoeira Regional
unterschieden, in der Kicks und ein sich steigerndes, schnelles Spiel den
Rhythmus bestimmen.